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Warum Kommunikationstrainer und Public Speaking Coach?

Ich bin vor einigen Jahren auf das Buch "Start With Why" von Simon Sinek gestoßen. Kurz gesagt, geht es darum, herauszufinden, warum wir etwas tun. Ich habe damals bereits als Kommunikationstrainer gearbeitet und beim Lesen zuerst geschmunzelt und mir gedacht: "Nichts leichter als das! Ich stelle mich ja immerhin auch regelmäßig bei den Trainings vor und erkläre meinen Kund:innen und Studierenden, dass ich Kommunikationstrainer geworden bin, weil ich nach einigen Berufsjahren in Konzernen wieder mehr mit Menschen arbeiten und mich meiner langjähriger Leidenschaft - der Kommunikation - widmen wollte."


Wer das Buch ebenfalls gelesen hat, wird verstehen, warum ich kurz darauf schon die Stimme von Simon Sinek in meinem Kopf gehört ("But why?") und mich auf die innere Suche nach meinem "Why?" gemacht habe.


Simon says: "Start With Why"

Einerseits wollte ich ja wieder mehr mit Menschen arbeiten. Aber hätte ich dann nicht auch beispielsweise einen Beruf im Sozialbereich anstreben können? Und dann ist da die Leidenschaft für Kommunikation. Aber warum dann nicht für eine Werbe- oder Kommunikationsagentur arbeiten? Oder als Journalist? Da war also offenbar doch noch mehr.


Vielleicht war es einfach meine Kindheit und Jugend, die mich dazu bewogen hat, mich als Trainer selbständig zu machen. Ich habe ja damals schon immer gerne Referate gehalten und vor Menschen gesprochen. Kommunikativ und offen war ich auch und viele Menschen machen schließlich die persönlichen Stärken dann irgendwann zum Beruf. Das musste es also sein.


Nicht ganz.


Einer der Gründe, warum ich heute jede Sekunde liebe, die ich mit Klient:innen, Studierenden und Unternehmen in Workshops oder in Vorlesungen verbringe, liegt tatsächlich in meiner Kindheit und Jugend, hat aber weniger etwas mit meiner Stärke zu tun, vor Menschen zu sprechen.


People Pleasing und die eigenen Bedürfnisse

Es hat damit etwas zu tun, dass ich in Wahrheit ganz miserabel war, wenn es um Kommunikation gegangen ist. Genauer genommen, wenn es um die Kommunikation der eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele gegangen ist.

Ich war ein People Pleaser. Ein Nein ist mir nur schwer über die Lippen gekommen und ich habe dafür gelebt, es allen Recht zu machen. Ich habe mich dadurch akzeptiert gefühlt und gedacht, dass ich mit einem großen Freundeskreis belohnt werde. Aber was auf der Strecke geblieben ist, waren eben meine Bedürfnisse und meine Wünsche.

Es hat, ehrlich gesagt, weit bis in meine 20er gedauert, zu lernen, dass ein Nein zu anderen oft ein Ja zu mir selbst ist und dass ich auch für meine eigenen Wünsche einstehen, meine eigenen Ziele verfolgen darf. Und ich habe gelernt, dass es nicht nur Menschen gibt, die meine Grenzen akzeptieren, sondern die mich dabei unterstützen, meine Ziele zu verfolgen. Aber damit das möglich war, habe ich erst lernen müssen, richtig zu kommunizieren.

Kommunikation durch einen verstopften Filter

Unsere Kommunikation läuft ständig durch einen Filter. Deswegen kommunizieren wir im Beruf anders als wenn wir mit Freund:innen unterwegs sind oder beispielsweise eine Präsentation halten. Und das ist auch gut so. Problematisch wird es nur, wenn dieser Filter - ich nenne es jetzt mal so - "verstopft" ist. Das kann durch Unsicherheiten, zu hohe Erwartungen an uns selbst oder unsere Umwelt oder ein zu geringes Selbstwertgefühl sein. Dann kommunizieren wir nicht mehr durch diesen "gesunden", sondern durch einen "verstopften" Filter und das schadet uns langfristig.

Mein "Why?"

Und weil ich selbst in dieser Situation war und weiß, wie schwer es ist, durch diesen "verstopften Filter" zu kommunizieren, brenne ich dafür, Menschen dabei zu unterstützen, authentisch und erfolgreich zu kommunizieren. Beruflich, privat und in allen anderen Bereichen. Das ist mein "Why?" und der Grund für die Entscheidung, mich als Kommunikationstrainer und Public Speaking Coach selbständig zu machen.

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